Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

ANgeDACHT

Februar 2021

Liebe Lesende unserer „ANgeDacht“-Rubrik,

kurz möchte ich mich als neuen Autor hier in der Runde vorstellen. Seit 1. September 2020 bin ich als katholischer Pfarrer in Rothenburg, Rietschen und Niesky in den Gemeinden unterwegs. Gemeinsam suchen wir nach den Spuren Gottes in unserem Zusammenleben. Wir suchen nicht nur in der konfessionellen Kirchgemeinde, sondern überhaupt in unseren Lebensräumen – den öffentlichen und den privaten.

Wir wollen aufmerksam darauf sein, in welcher Weise Gott mitten in all dem, was uns beschäftigt, zu finden ist. Und wir wollen der Frage nachgehen, wie wir in unserem Zusammenleben so miteinander sein können, dass alle ihren Weg gut finden können.

Dafür finde ich eine Frage besonders wichtig: Was bedeutet eigentlich das, was ich gerade erlebe? Dass wir nicht nur registrieren, was passiert, sondern es auch von Gott her verstehen. Deshalb kommt dazu die Frage: Wo ist Gott in unseren Tagen zu finden? Diese Fragen können uns aus dem Grübeln herausholen, auch aus Traurigkeit und Zweifel und auch aus der Unsicherheit darüber, wie es weitergehen wird.

Auch das Volk Israel kannte viele Unsicherheiten. Als nämlich z.B. Mose, ihr Anführer, gestorben war, tauchte die Frage auf: Was wird nun mit der Verheißung, ins „Gelobte Land“ zu kommen? Da begreift Josua, der Nachfolger des Mose, dass sie mit einem Gott unterwegs sind, der immer bei ihnen ist, egal wie die Umstände sind. Gott bleibt immer bei ihnen. Überliefert ist diese Botschaft: „Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“ (Jos 1,9) oder wie es in einer Übersetzung nach Luther heißt: „Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“

Diese Verheißung galt nicht nur vor rund 3.200 Jahren. Sie hat sich über all die Jahrhunderte immer wieder bewahrheitet. Deshalb sind die Worte des 139. Psalms für viele von uns auch weiterhin so bedeutsam, wenn es etwa im 5. Vers heißt „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

So wünsche ich Ihnen Vertrauen und Zuversicht! Denken Sie bitte immer daran: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Christi (Röm 8,38)! – Pfarrer Norbert Joklitschke

Letzte Änderung am: 03.02.2021