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ANgeDACHT

Pfingst-Geschenk

Mit dem Schenken ist das oft so eine Sache. Das Geschenk soll dem Anlass und der beschenkten Person entsprechen, im Wert angemessen sein und oft kommt es weniger von Herzen als aus der Berechnung, was hat mir derjenige zuletzt geschenkt. Wir kennen die sogenannten Pflicht- und Notgeschenke, um der Geschenkverpflichtung genüge zu tun.

Bertolt Brecht reimt in seinem Kinderbuch:

Pfingsten
sind die Geschenke am geringsten
während Ostern, Geburtstag und Weihnachten
was einbrachten.

Damit hat er die materielle Seite des Schenkens treffend beschrieben.

Aber es gibt auch die Geschenke, die von Herzen kommen und mit Liebe vorbereitet werden, wenn es darum geht der Beschenkten, dem Beschenkten etwas Gutes zu wollen und sie oder ihn glücklich zu machen. Gemeinsame Zeit zu verbringen, so wie es nach den Einschränkungen hoffentlich wieder mehr und mehr möglich wird, oder einen langersehnten Herzenswunsch zu erfüllen, sind solche Geschenke, die die Andere und den Anderen wertschätzen und ihr und ihm freundschaftliche und liebevolle Verbundenheit spüren lassen (und das muss dann im materiellen Sinne gar nicht teuer sein).

Als Jesus 40 Tage nach Ostern seine irdische Wirklichkeit verlässt – die christliche Tradition spricht von seiner Himmelfahrt –verspricht er seiner Kirche ein wunderbares Geschenk, das aus seiner Liebe zu den Menschen kommt und tief in die Herzen der Menschen dringt:

Ihr werdet heilige Geistes-Kraft empfangen
und werdet den Menschen davon weitergeben“

(nach Apostelgeschichte 1,8)

Zu Pfingsten haben es Jesu Nachfolgerinnen und Jünger erfahren und seitdem bis in unsere Zeit weitergegeben: das Geschenk von Gottes Geistes-Kraft, welche Menschen ins Herz dringt, sie aufrichtet, tröstet und stark macht; eine Kraft, die fröhlich und glücklich im wahrsten Sinne des Wortes begeistert und damit alle Anderen mit Lebensfreude anstecken will.

Was für ein großartiges Geschenk, welches wir zu Pfingsten feiern!

Diakon Johannes Swoboda

Letzte Änderung am: 02.06.2020