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RSSPrint
Friedhof

Der Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Rothenburg hat in seiner Sitzung

vom 04.09.2018 folgende Beschlüsse gefasst:

 

1.) Es wurde eine Gebührenordnung verabschiedet, welche vom 01.11.2018 bis 01.12.2018

im Schaukasten des Friedhofs Rothenburg ausgehängt wird.

 

2.) Entsprechend des Gesamtplanes des Friedhofs wurden Richtlinien zu den Grabstätten mit zusätzlichen Gestaltungsrichtlinien erlassen.

Diese liegen zur Einsichtnahme im Ev. Pfarramt der Kirchengemeinde Rothenburg , Marktplatz 23, in 02929 Rothenburg und beim Kirchlichen Verwaltungsamt Lausitz

- Außenstelle Friedhofsverwaltung Bernsdorf -, Alte Schulstr. 2, in 02994 Bernsdorf aus.

 

3.) Des Weiteren wurde folgende Festlegung zur Beräumung von Grabstätten beschlossen:

 

 „Nachdem der oder die Nutzungsberechtigte schriftlich auf das Nutzungsrecht verzichtet hat, muss der oder die Nutzungsberechtigte innerhalb von 3 Monaten Grabmale einschließlich Fundamente, Grabstätteninventar, Bepfanzung einschließlich der Steineinfassungen und sonstige Gegenstände entfernen. Erst nach vollständiger Beräumung wird die Grabstätte von der Friedhofsverwaltung zurück genommen.“

 

Der Gemeindekirchenrat der Ev. Kirchengemeinde Rothenburg

 

Rothenburg, den 04.09.2018

 

 

 

verstorbene und christlich bestattet

 

Bänke auf einem Friedhof sind etwas ganz Besonderes und Wichtiges.

Menschen, denen die Kraft zum Stehen fehlt, weil das Leid sie niederdrückt, können sich setzen. Sie bieten Platz, um nachzusinnen, was man alles mit dem Menschen erlebte, den man geliebt und jetzt begraben hat.

Die Bänke werden zu wertvollen "Lastenträgern".

 

 

Friedhofskapelle

Hebefest

 

Am 8. Juni wurde die Bekrönung auf den Dachreiter der Friedhofskapelle gehoben. Darum Hebefest. In die Kugel wurden vorher ein Rothenburger Anzeiger und  ein Münzsatz von 2018 gelegt. Der Bauleiter, Herr Radisch, hatte auch chilenische Münzen von 1938 besorgt als Erinnerung, dass Herr von Martin dort sein Geld verdient hat, mit dem vor 80 Jahren die Friedhofskapelle gebaut werden konnte. Die Stadt Rothenburg legte eine Gedenkmünze für 750 Jahre Stadtjubiläum dazu.  Vertreter der Gemeinde dankten den Bauarbeitern und einige Bläser vom Posaunenchor gaben der Aktion einen festlichen Rahmen. Damit ist der Dachreiter schon fertig. Die Arbeiten gehen weiter.

 

Friedhof im Fruehjahr.jpg

Hoffnungsvolle Gräber

Ich liebe es, über Friedhöfe zu spazieren. Schon als Kind bin ich gern über den Kirchhof gelaufen, während meine Eltern oder Großeltern die Gräber unserer Angehörigen pflegten. Die Ruhe und die verschiedenen Grabanlagen faszinierten mich schon immer. Die Sorgfalt, mit der viele Menschen sich um die letzten Ruhestätten ihrer Angehörigen kümmern, macht auf mich bis heute einen großen Eindruck. Frische Blumen und Pflanzen, akkurat geschnittene Zierbäume und Hecken, geharkte Ränder, wie mit dem Lineal gezogen, zeugen von einer besonderen Sorgfalt und Mühe im Zusammenhang mit der Erinnerung an gelebtes Leben und geliebte Menschen.

Seit meiner Kindheit halte ich bei Besuchen auf Friedhöfen immer nach zwei Arten von Gräbern Ausschau. Zum einen nach sehr alten Steinen. Das Wissen, dass solche Steine in ganz anderen Zeiten aufgestellt wurden und so viele Jahre, Jahrzehnte und zum Teil Jahrhunderte überdauert haben, fesselt mich. Ich versuche mir vorzustellen, wie die Welt damals war, als der Stein aufgestellt wurde, was in der Zeit, in der er schon steht, geschehen ist, und wie viele Veränderungen es in den vielen Jahren um ihn herum gegeben hat. Solche Zeugnisse aus vergangenen Tagen fesseln meine Fantasie.

Zum anderen schaue ich bei meinen Spaziergängen auf Grabmäler von Menschen, die sehr lange gelebt haben. Auch die beflügeln meine Fantasie. Was ist diesen Menschen in ihrem Leben alles widerfahren, wen haben sie getroffen, was geschaffen? Wie war ihr langes Leben?

Bei meinen Spaziergängen über Friedhöfe gehen auf diese Weise auch meine Gedanken auf Wanderschaft, durch vergangene Zeiten und mir unbekanntes Leben, immer auch ein Stück hoffend, dass es gutes und schönes Leben war.

Es gibt noch eine dritte Art von Gräbern, die mir auf Friedhöfen ins Auge fällt. Anlagen, die ich selten bewusst suche, die meine Gedanken aber auf ähnliche Weise we die anderen beflügeln: die Kriegsgräberanlagen. Auf vielen Friedhöfen vorhanden, meist einheitlich gestaltete Anlagen einzelner Gräber, im Krieg gefallener Soldaten. Mal nur mit Daten versehen, mal nur mit Namen und in manchen Fällen ganz ohne persönliche Beschriftung, weil nichts über den Bestatteten bekannt war. Eins ist an diesen Gräbern immer klar: die dort liegenden Menschen sind vor ihrer Zeit eines gewaltsamen Todes gestorben. Meine Gedanken schweifen auch an diesen Gräbern umher. Was hätten diese Menschen noch alles leisten können, welche Träume sind ihnen verwehrt geblieben? Wer hat alles um sie getrauert und bei wie vielen wissen die Angehörigen gar nicht, dass sie an diesem Ort liegen. Hoffnungsvolle Gedanken zu diesen vergangenen Leben gibt es nicht.

Ich freue mich immer, wenn die Anlagen in einem guten und gepflegten Zustand sind. Es zeigt mir, dass das, wofür sie stehen, nicht in Vergessenheit gerät. Das sie uns Mahnmal sind für das Leid und das Unheil, das Kriege über Einzelne, Familien und ganze Länder bringen, nicht nur in vergangenen Tagen, sondern auch heute noch.

Meine Gedanken wandern gerade in diesen Tagen, in denen wir den Volkstrauertag begehen, über die Gräber des Krieges hinaus. Und dabei stellt sich doch eine Hoffnung ein, dass die Zahl solcher Gräber nicht weiter wachsen möge und wir aus den vorhandenen Anlagen die richtigen Schlüsse ziehen.

Pfarrer Daniel Schmidt in der SZ vom 15.11.2014 über die Erinnerung an die Verstorbenen

 

Ein Teil bei der Landesgartenschau in Löbau 2012:

 Landesgartenschau Loebau 2012 - Grabgestaltung (3).jpg

 

Alle Mustergräber der Landesgartenschau Löbau .

 

Friedhof RothenburgIII-05-12.jpgFriedhof RothenburgII-05-12.jpg

 

Die Ausgaben für eine umfassende Sanierung des Friedhofes mit Kapelle  stammen aus Rücklagen des "Finanzhaushaltes Friedhof" der evangelischen Kirche Rothenburg OL.

 

Unsere Arbeiten betreffen nicht die Erhöhung der städtischen Friedhofsgebühren auf den Friedhöfen Lodenau, Neusorge, Steinbach, Uhsmannsdorf

 

(siehe Rothenburger Anzeiger NRA: Beschluss-Nr. 78/2011 vom 07.12.2011).

 

Der Wegeteil um die Kapelle ist bereits saniert ...

 

... und auch die anderen Wege werden noch schön in Ordnung gebracht ...

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Friedhofsatzung

Die Änderung und Ergänzung der Friedhofsatzung ist seit 01.01.2014 in Kraft...

Rückgabe einer Grabstätte

Die Rückgabe einer Grabstätte richtet sich nach unserer Friedhofssatzung.

Was noch zu sagen wäre...

Die Kirchengemeinde hat auf dem Friedhof zwei große Schaukästen inclusive der Halterungen für die Gießkannen.

 

Jetzt wäre es schön, wenn jeder seine Gießkanne auch dorthin wieder an den Haken hängt.

 

Im Schaukasten selber sind neben der Friedhofsordnung auch die Gottesdienste des Monats veröffentlicht.

 

Wenn Sie dort einmal nicht den aktuellen Gottesdienstplan aushägen sehen, dann können wir auch auf folgenden Link verweisen:

Letzte Änderung am: 06.10.2018