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„Alles Gnade! Pur!“ – ein Nachruf

Als der 25-jährige Oskar Feige (geb. am 16.10.1921) im August 1946 auf dem Bahnhof Frankfurt/Oder ankam – nach Krieg und Gefangenschaft in Sibirien, mit zerschlagener Hüfte durch einen Bergwerksunfall dort – da gehörte der Ausspruch noch nicht zu seinen Leitworten. Aber er war durch die schrecklichen Erfahrungen seines jungen Lebens und den sehr frühen Verlust der eigenen Mutter ein Suchender. Sein Suchen führte ihn nach Berlin, wo er durch die Begegnung mit einer Diakonisse im Oskar-Helene-Heim, Dahlem, auf die Brüderschaft Martinshof in Rothenburg an der Neiße aufmerksam wurde.

Vielleicht weil die Nähe zur alten schlesischen Heimat ihn auch lockte, schrieb er im Mai 1947 an den Vorsteher des MartinshofesEv. Kirchengemeinde Rothenburg / OL, Pastor Curt Zitzmann, einen Brief. Darin bat er eindringlich, in diese diakonische Gemeinschaft aufgenommen zu werden. „Das Beste, was ich habe, ist ein starker Glaube an unseren Herrn Jesu! Durch die Schrecken der Gefangenschaft ist der Glaube zu einer Kraft und Macht angewachsen, dass ich trotz meiner körperlichen Behinderung und einfachen Schulbildung mithelfen möchte, vielen innerlich und äußerlich Verarmten, den Weg zu bahnen, um das Licht zu finden!“

So haben wir ihn gekannt, unseren Bruder Oskar Feige. So habe auch ich ihn kennengelernt: als bekennenden Christen, der mit Freimut und Fröhlichkeit jedem und jeder – ob sie es hören wollten oder nicht – die Gnade Jesu Christi bezeugte. Weil wir doch zum Licht finden sollen! Das sagte einer, der verschüttet war. Er wusste, wovon er sprach – im wörtlichen und übertragenen Sinn.

Dass es sich mit dem Christusbekenntnis in einer Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern verlässlich leben lässt, gerade in einer zunehmend atheistisch und glaubensfeindlichen Welt, stand Oskar Feige bei der Aufnahme in die „Brüderschaft Martinshof“ im Dezember 1947 vor Augen. Sein Suchen ging weiter, wollte er doch auf dem Glaubensweg vorankommen, mehr erfahren durch vertieftes Kennenlernen der heiligen Schrift. Er ließ sich zum Diakon ausbilden, nahm an einem theologischen Förderkurs teil mit Examen 1967. Eine Besonderheit in der „restschlesischen“ Kirche, um dem Pfarrermangel zu begegnen. Bis 1986 versah er pfarramtlichen Dienst in Rothenburg und den umliegenden Dörfern mit großer Unterstützung seiner Frau Johanna, geb. Rausendorf, und den Kindern Gunter und Gabriele; Ursula und Christine aus seiner ersten Ehe.

Bei unterschiedlichsten öffentlichen Auftritten von Bruder Feige, reflektierte er auf unnachahmliche Weise, was es heißt, in der Gnade Jesu Christi zu stehen. Und dass diese Gnade ein Licht verbreitet, durch das wir auch die dunklen Stunden, unerfüllte Wünsche, bedrängende Fragen der Zeit, persönliche Verluste ertragen und auf dem Glaubensweg bleiben können. Für ihn gehörten die Kriegsjahre, die Gefangenschaft, die körperliche Behinderung ebenso dazu wie der frühe Tod seiner ersten Frau Gertraude geb. Spitzner. Er hatte Last zu tragen – und konnte Lasten tragen. Ausgerichtet hat sich Oskar Feige an dem Jesuswort: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Mt. 11,28 ff.

Zusammengefasst ergab das für ihn jenen Ausspruch: „Alles Gnade! Pur!“

So war er ein wacher, engagierter Familien-Mensch, Bürger, Bruder, Seelsorger bis ins hohe Alter. Auf dem letzten Wegabschnitt erfuhr er Tröstung und Beistand durch seine Familie, durch Mitglieder der Brüder- und Schwesternschaft Martinshof, durch Menschen, die ihn pflegten und versorgten, ihm verbunden waren. Am 23. Juli durfte er, 96jährig, aus dem „Vorzimmer des Himmelreiches“, wie er diese Zeit und Welt nannte, zu seinem Herrn gehen.

Mit großer Dankbarkeit erinnern wir uns an einen Glaubenszeugen, einen Bruder in Christus.

Petra-Edith Pietz, Theologischer Vorstand

Martinshof Rothenburg Diakoniewerk, 30. Juli 2018

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... ab dem Juli 2018 bin ich Jana Wolf, als gebürtige Görlitzerin am Martinshof und der Kirchgemeinde Rothenburg als Musikpädagogin angestellt. Ich freue mich ... Der erste Probentermin ist für Donnerstag den 6.09.2018 um 19.30 Uhr vorgesehen. Bitte zur Anmeldung im Kirchenbüro ...

Jubelkonfirmation

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Dank an Herrn Striegler

Lieber Herr Striegler, wir danken Ihnen, dass Sie in großer Treue Gottesdienste, Trauerfeiern und Andachten musikalisch begleiten.

Wir können nur staunen, dass Sie mit 85 Jahren noch mit Händen und Füßen Orgel spielen zum Lob Gottes und zu unserer Freude und Unterstützung beim Singen. Was wäre ein Gottesdienst ohne Gesang. Danke. Gott segne Sie und behüte Sie!

Herr Striegler feierte am 20 Juni seinen 85. Geburtstag.

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Letzte Änderung am: 02.08.2018