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RSSPrint

Besenwirtschaft

Sie sind herzlich eingeladen.

Besenwirtschaft zum Rothenburger Sommerfest

 

In diesem Jahr wird wieder beim Rothenburger Sommerfest auf dem Gelände der Stadtkirche Wein ausgeschenkt. Das Kirchengelände bietet zu dieser Zeit eine Insel der Ruhe im lauten Trubel der Schaubuden und Karussells. Bei einem Glas Wein können Sie sich bei uns wunderbar unterhalten - Sie sind herzlich eingeladen.

Von Freitag, den 03.08. bis Sonntag, den 05.08. hat unsere Besenwirtschaft für Sie jeweils ab 18.00 Uhr geöffnet.

 

Seit vielen Jahren wird beim Rothenburger Sommerfest auf dem Gelände der Stadtkirche Wein ausgeschenkt. Das Kirchengelände bietet zu dieser Zeit eine Insel der Ruhe im lauten Trubel der Schaubuden und Karussells. Bei einem Glas Wein kann man sich dort wunderbar unterhalten.

 

 

 

 

Auf Vorschlag des früheren Pfarrers, Rüdiger Bernhardt, nannten wir diesen Ort „Besenwirtschaft“, ähnlich den Besen- und Heckenwirtschaften in der Zeit der Weinernte in den deutschen Weinanbaugebieten.

Mit der Besenwirtschaft will eine Gruppe aus dem Kirchbauverein Geld erwirtschaften für den Erhalt der Kirche und des Kirchgeländes. Wohl seit 700 Jahren gibt es in Rothenburg eine Stadtkirche. Man kann sie schon von weitem sehen, hört die Glocken, sieht an der großen Uhr, wie spät es ist. Die Kirche ist ein Stück Heimat.

Darum wollen wir sie erhalten.

Die Leute von der Besenwirtschaft fahren jährlich im Herbst zum Weineinkauf in die Weinanbaugebiete und wählen die schmackhaftesten Weine für das Sommerfest aus. Es sind hervorragende Qualitätsweine der Farben Rot, Weiß, Rosé. Sie sind trocken, halbtrocken und lieblich. In einem kleinen Weinkeller wird der Wein kühl und feucht, also professionell, gelagert und so schläft er den Feierlichkeiten entgegen.

Der Wein verkauft sich gut; denn er schmeckt und ist preiswert.

Neben dem Sommerfest ist die Besenwirtschaft zu kulturellen Höhepunkten, wie zum Tag des offenen Denkmals oder auch zu Fußball-Highlights offen. Der Erlös kommt dem Erhalt der Kirche und der angrenzenden Gebäude und Wege zugute. In den nächsten Monaten arbeiten wir gemeinsam für eine attraktive und nutzerfreundliche Gestaltung des Kirchgartens und die Erhaltung der Familiengruft derer von Martin, einem wahren historischen Kleinod.

Dafür spenden wir, die Mitglieder des Kirchbauvereins, unsere Arbeitskraft, Freizeit

und Mitgliedsbeiträge.

In diesem Jahr gibt es noch den Wein aus dem Frankenlande, direkt aus der Obereisenheimer Höll. Kirche und Wein aus der Hölle? passt das? Obereisenheim liegt an der Mainschleife bei Volkach gelegen. Dort erzählen sich die fränkischen Weinbauern seit vielen Jahrhunderten diese Geschichte:

Um 1200,als die Klosterherren zu Fulda die Obereisenheimer Weinberge noch pflegten, stellte der zuständige Kellermeister, ein Mönch, alle Morgen an den frisch gefüllten Fässern einen stetigen Schwund fest. Über den heidnischen Aberglauben, dass es „umgehe“ konnte der Mönch nur lachen. Er wollte dem Geheimnis selbst auf die Spur kommen und schritt zur Tat.

Um Mitternacht schlich er in den Keller und legte sich auf die Lauer. Kurz darauf vernahm er ein Schnaufen und Glucksen aus dem Keller und sah den leibhaftigen Teufel auf einem der Fässer sitzen und in vollen Zügen das köstliche Nass saufen. Da lief das Mönchlein die Kellertreppe hinauf, versteckte sich hinter der Tür und rief in den Keller: „Gelobt sei Jesus Christus!“

Im selben Augenblick war ein Poltern zu hören und der Teufel wollte wie der Blitz entwischen. Der Mönch schlug geistesgegenwärtig die Tür zu und hatte des Teufels Schwanz in die Tür eingeklemmt. Der Mönch packte die Gelegenheit beim Schopf und verdrosch mit einem dicken Knüppel den armen Teufel fürchterlich. Der Teufel winselte jämmerlich und versprach tausend Dinge, wenn der Mönch ihn nur wieder frei lassen würde. Das tapfere Mönchlein nahm den Teufel beim Wort und sagte: „Gut, ich gebe dich frei, unter einer Bedingung: Du lässt von deiner höllischen Hitze jedes Jahr unseren Weinberg einen Teil zukommen, so dass die Trauben tüchtig kochen und braten und einen Tropfen geben, wie man ihn nirgends mehr findet. Der Teufel war heilfroh, dass er so glimpflich davongekommen war, dass er sein Wort bis heute gehalten hat. Bis heute reift dort ein guter Wein, auf warmen, sonnenbeschienenen Lagen.

Probieren Sie unseren teuflisch guten Frankenwein und achten Sie dabei stets auf den kleinen Teufel auf dem Etikett links unten.

 

 

 

 

 

Zum Sommerfest hat die Besenwirtschaft am Samstag und Sonntag ab 18.00 Uhr geöffnet.

 

 

Herzlich willkommen!

 

Uwe Menzel

Letzte Änderung am: 23.07.2018