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ANgeDACHT

 

Wut zerstört! Mut richtet auf!

Woher kommt diese Wut bei so vielen Menschen? Und warum haben viele nicht den Mut, dem Haß und der Respektlosigkeit zu widerstehen?

Von meinen Eltern habe ich gelernt, daß es sich einfach nicht gehört, andere anzubrüllen, rumzuschubsen, mit unflätigen Parolen zu beleidigen. Aber ich habe auch von ihnen gelernt, daß man die eigene Meinung nicht verschweigen oder verstecken darf. Ziviler Ungehorsam war schon immer eine Möglichkeit, nachdrücklich der eigenen Meinung Gehör und Beachtung zu verschaffen, ohne andere für Diffamierungen und Beschimpfungen zu mißbrauchen. Dazu braucht es eine Anbindung; dazu braucht es einen Halt, der sich in Haltung zeigt.

Wir sehnen uns nach Anerkennung, Wertschätzung, Respekt, Liebe. In der Bibel finden sich immer wieder Aussagen und Bekenntnisse, daß Gott zuallererst ein Liebender ist. Wer das für sich festhält und glaubt, daß er und sie geliebt ist, gewinnt ein Heimatgefühl und einen Halt der besonderen Art. Wer in Gott Heimat und Halt hat, kann mit den Veränderungen der Heimat vor Ort souverän und kreativ umgehen. Wie entsteht Heimat? Indem ich mich einbringe mit dem, was ich kann und dazu kommen lasse, die gerne mit dabei sein möchten:  im Sportverein, bei der Freiwillige Feuerwehr, im Chor, bei den Landfrauen, in der Kirchengemeinde, bei den Grüne Damen, in den Parteien. Im Austausch mit anderen entsteht Heimat; denn im Austausch mit anderen lerne ich auch Neues kennen, verändern sich Ansichten, kommen Erfahrungen dazu. Dabei geht es immer um Vielfalt in Einigkeit. Die gemeinsame Anstrengung, die gemeinsame Aufgabe verbindet unterschiedliche Menschen. Das hält eine Gesellschaft zusammen. Das macht sie lebens- und liebenswert. Wut trennt und zerstört, macht respektlos und haltlos. Mut zur Vielfalt in Einigkeit macht aufrecht und frei ohne die Freiheit der anderen aus dem Blick zu lassen.Auseinandersetzungen werden nicht gescheut. Aber sie lassen mein Gegenüber nicht zum Feindbild werden. Glaubensmut setzt der Wut Grenzen. Glaubensmut kann Menschen zur Umkehr bewegen – weg von der Wut, hin zu einer Haltung, die sich an Recht und Wahrheit, an Respekt, Vertrauen und Zusammenhalt orientiert.

Strengen wir uns an! Seien wir mutig!

Herzlich grüßt Sie alle

Petra-Edith Pietz

Vorstand Martinshof

Letzte Änderung am: 01.11.2018