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ANgeDACHT

Immer langsam mit den jungen Pferden!

 

„Immer langsam mit den jungen Pferden – so schnell schießen die Preußen nicht – Eile mit Weile“ und noch so manch anderes geflügelte Wort bekomme ich nun seit geraumer Zeit zu hören. Dabei will ich doch nur alles zu einem guten Ende bringen. Und das möglichst zeitnah. „Aber übers Knie brechen brauchen wir es auch nicht.“ Wird mir dann als nächstes entgegengehalten. Meine Unzufriedenheit wächst Zusehens. Aber einem Ende kommen wir damit keineswegs näher.  

Geduld ist nicht meine stärkste Tugend, schätze ich mal. Wenn eine Aufgabe dran ist, dann will ich sie bearbeiten und lösen. Ich bin es gewohnt, mir das nötige, was ich dazu brauche, zusammen zu suchen. Sei es ein Problem oder eine Meinung zu einem bestimmten Sachverhalt - langes Warten auf Ergebnisse macht mich unruhig und behagt mir gar nicht.

Es fällt mir daher schwer mich mit Dingen abzufinden, die Geduld brauchen. Angelegenheiten, bei denen ich mir eben nicht das Nötige dafür zusammensuchen oder aus eigener Kraft etwas vorantreiben kann. Situationen, in denen ich die Mittel zur Lösung nicht in der eigenen Hand habe. Gute Hinweise und hilfreiche Kommentare zur Situation kann ich dann wohl nicht so gut hören. Da geht mir so manches Mal etwas verloren. Da ärgere ich mich dann sogar regelrecht. In meinen überlegteren Momenten stelle ich dabei dann schon fest, dass solches Ärgern weder hilfreich ist, mir und der Situation nicht guttut.

Mit besonderem Interesse lese ich daher die diesjährige Losung für den Monat Juli aus dem Brief des Jakobus im 1. Kapitel Vers 19:

„Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“

 

Dann mache ich mich am besten mal schnell ans Zuhören und entschleunige meinen Handlungsdrang, auf dass ich mich wieder adäquat und mit der richtigen Geschwindigkeit den Dingen widmen kann, die einer Lösung harren.

 

Ihr Pfr. Daniel Schmidt

Letzte Änderung am: 01.07.2019